"Dein Glück ist nur einen Gedanken weit entfernt."
– Byron Katie
Byron Katie, die Begründerin der Methode The Work, war selbst viele Jahre depressiv. Ihr Zustand verschlechterte sich zunehmend, bis sie schließlich in einem Frauenhaus lebte und ihr Bett kaum noch verlassen konnte. Eines Morgens, inmitten tiefster Verzweiflung, hatte sie eine lebensverändernde Erkenntnis. Sie verstand, dass sie litt, wenn sie ihre Gedanken glaubte – und dass sie nicht litt, wenn sie ihre Gedanken nicht glaubte. Die Ursache ihrer Depression, so erkannte sie, war nicht die Welt um sie herum, sondern die Gedanken, die sie über diese Welt für wahr hielt. In diesem Moment wurde ihr klar, dass wir oft in der falschen Richtung suchen, wenn wir glücklich sein wollen. Statt zu versuchen, die Welt so zu verändern, wie wir sie gerne hätten, können wir beginnen, unsere Gedanken über sie zu hinterfragen. Wenn wir der Realität so begegnen, wie sie ist, erfahren wir eine Freiheit und Leichtigkeit, die zuvor kaum vorstellbar schien.
Aus dieser Erkenntnis entwickelte Katie einen einfachen und zugleich tiefgreifenden Prozess: The Work. Alles, was du dafür brauchst, sind ein Stift, Papier, vier Fragen und die sogenannten Umkehrungen. Eine einfache Methode, die sich leicht in den Alltag integrieren lässt.
Als ich zum ersten Mal von Katie und ihrer Methode hörte, war ich sofort neugierig und besuchte einen Workshop. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits die Ausbildung zur Mentaltrainerin absolviert, hatte aber dennoch das Gefühl, dass mir etwas Wesentliches fehlte.
Ich bin von Natur aus ein eher kopfgesteuerter Mensch. Ich lese gerne, bilde mich weiter und war lange überzeugt davon, dass das, was ich denke, auch der Wahrheit entspricht. Die erste Frage von The Work – „Ist das wahr?“ – war für mich deshalb ein echter Augenöffner.
Bis dahin war ich nie auf die Idee gekommen, dass die Realität auch anders sein könnte, als ich sie mir in meinen Gedanken erklärte. Dieser Moment veränderte mein Verständnis von Denken und Wahrnehmung grundlegend. Er öffnete eine Tür zu völlig neuen Sichtweisen und fühlte sich gleichzeitig wie eine Befreiung an.
Vorher lief ich gewissermaßen mit Scheuklappen durch meinen Alltag. Plötzlich begann ich zu erkennen, dass jede Situation aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Ich fing an, meine Geschichten über andere Menschen, über das Leben und über mich selbst zu hinterfragen. Dadurch entstanden mehr Leichtigkeit, Gelassenheit und innere Freiheit.
Wenn ich meine belastenden Gedanken glaube, entstehen oft Ärger, Trauer, Frust oder Ohnmacht. Wenn ich sie hinterfrage, öffnen sich Räume für Neugier, Verständnis, Offenheit und Freude.
Das ist mittlerweile fast zehn Jahre her, und ich bin noch immer auf diesem Weg. Es gibt nach wie vor Gedanken und Geschichten, die mich mitreißen und belasten. Doch immer häufiger gelingt es mir, mit Hilfe von The Work auszusteigen und neue Perspektiven zu entdecken.
Wie der Name schon sagt: Es ist Arbeit. Ein tägliches Üben und ein bewusstes Training – ein Training für mentale Gesundheit, innere Ruhe und mehr Freiheit im Denken.
Doch nach meiner Erfahrung ist jede Minute, die wir darin investieren ein Geschenk an uns selbst!
Wenn du The Work kennenlernen möchtest, freue ich mich auf deine Nachricht.
